Bilder verlustfrei komprimieren

BMP (OS/2)

Das OS/2-Bitmap-Format (von Microsoft und IBM entwickelt) wird von Intel-Rechnern unterstützt, welche unter OS/2, MS-DOS, Windows und Windows NT laufen. Darüber hinaus wird es auch von einer Vielzahl von Anwendungen ausserhalb der OS/2- und PC-Welt unterstützt.

BMP (Windows)

Das Dateiformat BMP wurde als Standard für den plattformübergreifenden Datenaustausch entwickelt. In diesem Dateiformat gespeicherte Bilder können maximal 65'535 mal 65'535 Pixel gross sein. Zur Komprimierung der Datei wird das Verfahren RLE verwendet.

DCM

DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) ist ein spezieller Standard für die Radiologie, welcher weltweit gilt. Er wurde nach dem OSI-Modell (Open System Interconnection) entworfen, welches die Kommunikation zwischen heterogenen Systemen erlaubt. Mit ihm können Bilder und Daten von verschiedenen bildgebenden und bildverarbeitenden Geräten untereinander ausgetauscht werden.

DICOM ist für den Datenaustausch mit medizinisch-radiologischen Informationssystemen konzipiert, kann dies aber auch mit anderen Informationssystemen wie HIS/RIS (Hospital Information System/Radiology Information System).

EPS

Das von Adobe Systems entwickelte Dateiformat EPS (Encapsulated PostScript) speichert PostScript-Illustrationen mit hoher Auflösung. Eine EPS-Datei besteht aus einer Abfolge von Codes und Informationen, welche die Ausgabe eines Bildes bestimmen.

Eine EPS-Datei besteht im Normalfall aus zwei Teilen: der erste Teil enthält die PostScript-Beschreibung der Grafik, welche vom RIP (Raster Image Processor) in PostScript-Ausgabegeräten gelesen wird; der zweite Teil ermöglicht eine Vorschau des Bitmap-Bildes im Dateiformat WMF bzw. TIF (für die Mac-Plattform: PICT). Für die Vorschauoption wird jedoch ein Bildkennsatz (Header) benötigt; ist kein Bildkennsatz vorhanden, erscheint eine graue Füllung und der Dateiname sowie der Name der Originalanwendung werden angezeigt.

ESP
(eingebettetes Farbprofil)

Stellt sicher, dass die Farbwiedergabe auf dem Weg vom Eingabegerät zum Ausgabegerät nicht verfälscht wird. Wenn Sie Ihre Datei in einer anderen Anwendung öffnen oder auf einem anderen Bildschirm betrachten, lässt sich eine höhere Farbkontinuität erzielen, wenn Sie in die Datei zuvor ein Farbprofil eingebettet haben.

GIF

Das GIF-Format (Graphics Interchange Format) wurde als plattformübergreifender Grafikstandard entwickelt und wird von allen grafischen Internet-Browsern unterstützt. GIF unterstützt Farbtiefen bis 8 Bit (256 Farben) und ermöglicht die Erstellung von angepassten Paletten für Ihr Bild. GIF bietet einige erweiterte Grafikoptionen, darunter transparente Hintergründe, Bild-Interlacing und Animation.

Das GIF-Dateiformat arbeitet mit verlustfreier Komprimierung. Wenn Sie ein Bild ins GIF-Dateiformat konvertieren, werden alle Dateiinformationen mit dem Bild gespeichert, so dass die GIF-Datei exakt wie das Originalbild aussieht.

LZW 256 Graustufen
LZW True Color

Hinter diesen Optionen verbirgt sich eine Lauflängenkodierung (LZW), mit deren Hilfe Bilddaten verlustlos in das Archiv übernommen werden können. Die Kompressionseigenschaften - also die Verringerung des Speicherplatzes im Archiv - der angebotenen Verfahren sind nur bei detailarmen Bildern zufriedenstellend.

Bilder, in welchen sich bestimmte Farbwerte direkt wiederholen, lassen sich mit diesem Verfahren gut komprimieren. Das heisst, dass sich Graustufen- und Echtfarbenbilder, welche den Informationsgehalt des Originals am besten repräsentieren, mit einem verlustfreien Verfahren nur schlecht komprimieren lassen. Es enthält die gesamten Helligkeits- und Farbinformationen.

Wie erfolgreich eine Kompression mit der LZW-Methode ist, hängt vom Detailreichtum des Bildes ab. Bei Echtfarbbildern kann es sogar zu einer Dateivergrösserung kommen, da die zur Kompression benötigten Daten zusätzlich in die Datei geschrieben werden.

MAC

Das von Apple Computer Inc. entwickelte MAC ist ein bitmaporientiertes Dateiformat, welches von Macintosh-Plattformen unterstützt wird. Es wird in erster Linie von Macintosh-Grafikanwendungen zum Speichern von Schwarzweiss-Grafiken und Clipart verwendet. Im MAC-Format gespeicherte Bilder können maximal 576 mal 720 Pixel gross sein. Zur Komprimierung der Datei wird das Verfahren RLE verwendet.

TIFF / TIF

Abkürzung für Tagged Image File Format. Dieses Dateiformat wurde für Seitenlayout-Programme entwickelt und wird von allen Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt. TIFF-Dateien können RGB-, CMYK- und Lab-Farbmodusinformationen, nicht aber Zweiton-Informationen enthalten.

PCX

Dateinamenerweiterung für durch Malprogramme wie PC Paintbrush erstellte Bitmap-Dateien. PCX ist ein bitmaporientiertes Dateiformat, welches bei plattformübergreifenden Anwendungen Verwendung findet. Im Dateiformat PCX gespeicherte Bilder dürfen für einen erfolgreichen Import und Export maximal 64'535 mal 64'535 Pixel gross sein. Dieses Format unterstützt ebenfalls die RLE-Dateikomprimierung.

PNG

Das Dateiformat PNG (Portable Network Graphics, tragbare/übertragbare Netzwerkgrafik) ist als portabler, gut komprimierbarer und gut definierter Standard für verlustfreie Bitmap-Bilddateien gedacht.

PSD

Dateinamenerweiterung für eine Datei im Adobe Photoshop-Format (PhotoShop Document).

TGA

TGA (Targa Image File) ist ein von Truevision entwickeltes Bitmap-orientiertes Dateiformat; es wird häufig zum Speichern von digitalisierten Farbfotos verwendet. TGA wird von MS-DOS, Windows, UNIX, Atari, Amiga und anderen Plattformen und Anwendungen unterstützt. Oft wird es in Mal-, Grafik- und Bildbearbeitungs-Anwendungen eingesetzt.

WPG

Das WPG-Dateiformat (Word Perfect Graphic) ist vornehmlich ein Vektorgrafikformat, kann aber Bitmap- und Vektordaten (welche bis zu 256 Farben aus einer Palette von mehr als einer Million Farben enthalten können) speichern.
WordPerfect Version 5 des Dateiformats WPG kann entweder Bitmap- oder Vektorbilddaten speichern.
WordPerfect Version 5.1+ kann Bitmap- und Vektorbilddaten in der gleichen Datei speichern. Es ist auch möglich, in einer WPG-Datei EPS-Code (s. oben) zu speichern.

 

Beachten Sie auch die Informationen bezüglich verlustbehafteter Komprimierung.